Das richtige tun

kann man nichts machen

Ich habe in meinem Buch Behave gelesen, dass wir Menschen immer dazu tendieren, das richtige zu machen. Das richtige zu tun verbraucht am wenigsten Energie und Denkvermögen im Gehirn und ist deshalb auch das einfachste zu tun.
Aber was ist das richtige? Das legt jede Person anders fest. Jede Perosn hat eine eigene Vorstellung von was richtig ist und was nicht. Und das macht es eben einfacher, sich mit Menschen zu umgeben, deren Vorstellung von “richtig” mehr der unser eigenen entspricht.

Deshalb müssen wir auch mehr verzeihen, denn alle andere Menschen um uns herum machen eben genau das: das richtige. Nur wir sehen das leider nicht so, denn wir neigen dazu, alles aus unserer eigenen Perspektive zu bewerten.
Es wäre schon, ab und zu mal aus der eigenen Haut herauszukommen und sich selbst von außen zu betrachten. Oder, wenn ich mir das recht überlege, ist es vielleicht besser so.
Denn dann würden wir uns selbst vielleicht gar nicht mehr mögen. Wir tendieren ja dazu, alles, was wir tun, als das richtige zu empfinden. Sollten wir uns selbst aus der Sicht eines anderen Menschen sehen, sehen wir auch mit deren Wertevorstellung und wir würden sehr erschreckt über uns selbst sein. Also ist es für uns doch am besten, in unserer Haut zu bleiben. Es sei denn, wir würden regelmäßig, so ein Mal i Jahr einen großen Spiegel vorgehalten bekommen. Dann könnten wir mit dem, was wir dort sehen, tun und lassen, was wir wollen.
Da wir danach aber wieder zurück in unserer eigenen Haut sind, lassen wir das doch lieber Erinnerung sein und kehren zu unserer alten Art zurück.
Oder wir nehmen uns dem an und versuchen, uns so zu verändern, wie wir uns gerne selbst wahrnehmen wollen.

Wie können wir uns selbst am besten einen eigenen Spiegel vorhalten?

see also

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Tags: meinbuch
Status: gedanken science neuroscience
Location: SantaMarta
Erstellt: 25-01-22 08:35