Globus Pallidus Externus (GPe)

Der Globus Pallidus externus (GPe) ist ein zentraler Knotenpunkt der basal ganglia, der motorische und nicht-motorische Informationen über komplexe Verbindungen zu anderen Basalganglienkerngebieten integriert und weiterverteilt.

Details

Anatomie

  • Teil des Globus Pallidus (GP), der dorsalen Komponente des Striatums
  • Liegt lateral des Globus Pallidus internus (GPi)
  • Empfängt hauptsächlich Input vom Striatum (GABAerg, inhibitorisch)
  • Projiziert hauptsächlich zum Nucleus subthalamicus (STN) (GABAerg, inhibitorisch)

Rolle im Basalganglienschaltkreis

GPe ist Teil des indirekten Pfades (bewegungshemmend):

Kortex → Striatum --(-)--> GPe --(-)--> STN --(+)--> GPi/SNpr --(-)--> Thalamus
  • Striatum hemmt GPe → GPe kann STN weniger hemmen → STN überaktiv → GPi hemmt Thalamus stärker → Bewegung wird unterdrückt
  • Direkter Pfad (ohne GPe): Striatum → GPi direkt → weniger Thalamushemmung → Bewegung wird gefördert

Balance direkter vs. indirekter Pfad

PfadRouteNetto-Effekt
DirektStriatum → GPiBewegungsförderung
IndirektStriatum → GPe → STN → GPiBewegungshemmung

Dopamin aus der Substantia nigra: stärkt direkten Pfad (D1) und schwächt indirekten Pfad (D2)

Klinische Relevanz

  • Parkinson: Dopaminmangel → indirekter Pfad dominiert → GPe zu stark gehemmt → STN überaktiv → Hypokinese, Rigidität
  • Hemiballismus: Läsion des STN → unkontrolliert aktiv → wilde Wurfbewegungen
  • Deep Brain Stimulation (DBS) des STN oder GPi: Goldstandard bei fortgeschrittenem Parkinson

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Verbindungen

Created: 06/05/26